Zeit zum Träumen – Mit den Aborigines durch Australien

Zeit zum Träumen – Mit den Aborigines durch Australien

Wer kennt die schönsten und ausgefallensten Ecken des fünften Kontinents besser als die Ureinwohner Australiens? Aborigines sind Vertreter der ältesten noch lebendigen Kultur der Welt. Von ihnen geführt wird ein Trip in Down Under zu einem bleibenden Erlebnis.

Ein dunkler, dumpfer Ton dröhnt durch das Outback. Keine Melodie, vielmehr ein alles durchdringendes Brummen, das das Knistern der brennenden Holzscheite am Lagerfeuer untermalt. Der Ton kommt aus einem Didgeridoo, einem von Termiten ausgehöhlten Baumstamm. Ihr weltweit bekanntes Musikinstrument spielen die Aborigines nicht nur für Touristen, es gehört zu ihren Zeremonien und mystischen Tänzen.

Für die Ureinwohner Australiens ist es Teil ihrer einzigartigen Kultur, die vor mehr als 50‘000 Jahren entstanden ist. In ihrer hochkomplexen Kultur haben sich die Aborigines bis heute die tiefe, spirituelle Verbindung ihrer Vorfahren zu ihrem Land bewahrt. Sie glauben noch immer an die sogenannte «Dreamtime» (Traumzeit) – einen Mythos, der die Entstehung des fünften Kontinents beschreibt. Die Indigenen des roten Kontinents sehen sich als Teil eines riesigen Systems, in dem alle Einzelnen miteinander verbunden sind.

In der endlosen Traumzeit gibt es keine Unterschiede zwischen Menschen, Tieren und Pflanzen – alle teilen sich die fruchtbare Erde und sind miteinander verwandt. Niemandem gehört das Land allein, weshalb Aborigines es gerne mit Besuchern aus aller Welt teilen und ihnen bereitwillig ihre Kultur näherbringen.

Geschichten der Ahnengeister

Am knisternden Lagerfeuer erzählen sie von der Waran Byamee, der Regenbogenschlange, und vom Grossen Känguru – den Ahnengeistern, die das Land und seine Lebewesen schufen. Zu Ehren dieser Schöpfungsgestalten wird nachts getanzt und dazu Didgeridoo gespielt. Fernab der Zivilisation, im Outback Australiens, erklären die Aborigines ihren Gästen den schier unendlichen Sternenhimmel und ihre ganz eigene Sicht auf die Welt.

Sie nehmen Besucher sogar mit auf ihre Traumpfade. In den sogenannten «Songlines» werden die Geschichten und die Bedeutungen der Landschaften besungen, die beim traditionellen «Walkabout» Orientierung bieten. Bei diesem Ritual wandern junge Aborigines durch das Land, um erwachsen zu werden.

Die Aborigines kennen die schönsten, beeindruckendsten und auch wundersamsten Winkel Australiens. Entlang der Strände, durch Mangroven und durch den Busch führen sie Reisende und zeigen ihnen die Schönheit der Natur, die erst durch ihre Erklärungen eine höhere Bedeutung gewinnt. Gemeinsam mit ihren Gästen suchen sie nach Kakadu-Pflaumen, Buschtomaten und Muntari-Beeren und danken Mutter Erde für das «Bush Tucker», ihre traditionelle Nahrung.

150 Sprachen

So vielfältig wie die australische Landschaft sind die vielen verschiedenen Aborigine-Völker. Mit über 150 unterschiedlichen Sprachen und Hunderten gesprochener Dialekte machen sie den roten Kontinent zu einem der vielfältigsten Orte der Erde. Da die Aborigines keine Schriftsprache besitzen, überliefern sie die Dreamtime bis heute mithilfe von Felsmalereien, Schnitzkunstwerken, rituellen Tänzen und natürlich mit den von Generation zu Generation weitergegebenen mündlichen Überlieferungen. Im Nordwesten des Kontinents, in den Regionen Kimberley und Pilbara, gibt es Felsmalereien aus der Anfangszeit der Besiedlung Australiens, die vermutlich über 50‘000 Jahre alt sind.
Obwohl unendlich alt, ist die Geschichte der Ureinwohner heute so lebendig wie eh und je. Die Aborigines mit ihrer faszinierenden Kultur machen Australien zu einem einzigartigen Kontinent und jede Tour mit ihnen unvergesslich.

Reisetipp

Wula Guda Nyinda bietet in der UNESCO Welterbe Region Shark Bay in Western Australia eine unvergessliche 4WD Tour zur Francois Peron Halbinsel an. Der Tagesausflug mit einem lokalen Aboriginal-Reiseleiter vermittelt Reisenden spannende Einblicke in die Lebensweise der Ureinwohner. Ab/ bis Monkey Mia oder Denham.


Für Sie gefunden bei knecht reisen – aktuelle Australien Reisen

Ich nutze jeden Ferientag zum Reisen, um fremde Länder, deren Kultur und Menschen kennen zu lernen. Ich liebe eine Mischung aus Selbstfahrer Strecken mit Camper oder Mietwagen sowie geführten Tages- / Mehrtagesausflügen wo man durch den Guide ausführliche Informationen erhält.

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