Tasmanien: Wo selbst Teufel gerettet werden

Tasmanien: Wo selbst Teufel gerettet werden

Der kleinste Bundesstaat Australiens liegt etwa 240 Kilometer südlich der Küste des Festlandes im Südlichen Ozean. Ein Drittel der Insel besteht aus Nationalparks, etwa 20 Prozent stehen sogar unter dem Schutz des UNESCO Welterbes. Zum Staatsgebiet gehören über 300 Inseln – eine eindrucksvoller als die andere. Im Nordwesten des Staates wird regelmässig die reinste Luft der Welt gemessen. Sogar kulinarische Superlative hat Tasmanien zu bieten. Kein Wunder, dass die Insel längst kein Geheimtipp mehr ist.

Die Vielfalt der tasmanischen Landschaft ist der grösste Schatz der Insel. Die 19 Nationalparks könnten unterschiedlicher nicht sein. So findet man am nordwestlich gelegenen Rocky Cape dramatische Steilküsten und versteckte Seehöhlen, während im Landesinneren das Kontrastprogramm läuft. Am Lake St. Clair am Fuss des Cradle Mountains beispielsweise lebten einst die tasmanischen Ureinwohner. Heute ist das Terrain um den Gletschersee herum Inbegriff einer atemberaubend schönen Natur mit reicher Flora, kleinen Wanderpfaden und vielen in Europa unbekannte Tierarten.

Eine davon ist gleichzeitig auch das Wappentier der Insel. Der Beutelteufel, auch Tasmanischer Teufel genannt, ist ein bissiges kleines Kerlchen, das jedoch ein schwerwiegendes Problem hat. Ein heimtückischer und tödlicher Tumor, der offene Wunden im Gesicht hinterlässt, hat die gesamte Spezies an den Rand des Aussterbens gebracht. Doch die Rettung naht bereits: Im Rahmen des Projekts «Save the Tasmanian Devil» wurden 2012 auf Maria Island einige Dutzend «Devils» freigelassen. Diese vermehren sich nun. Ihr Aussterben kann so womöglich doch noch verhindert werden.

Die Natur ist Tasmaniens Kapital und wird daher auch entsprechend geschützt. Die einzige echte Grossstadt ist Hobart. In der Hauptstadt Tasmaniens lebt beinahe die Hälfte der Inselbevölkerung. Hobart spiegelt die ganze Vielfalt der Insel wider. Auch kulinarisch. Die in der Hauptstadt angebotenen und verarbeiteten Produkte stammen von regionalen Erzeugern, Fischern und Bauern. Samstags werden auf den Salamanca Markets im kopfsteingepflasterten Hafenviertel Frischprodukte und Kunsthandwerk aus ganz Tasmanien angeboten.

In Tasmanien ist man sehr stolz auf die Qualität seiner kulinarischen Produkte und auf seine kulturellen Aushängeschilder – ganz besonders auf das am Stadtrand auf der Halbinsel Berriedale liegende Museum of Old and New Art (MONA). Dieses Museum könnte locker im Westend Londons oder im New Yorker Stadtteil Soho stehen. Dass es aber in Australien ist, und zudem noch im kleinsten aller Bundesstaaten, erstaunt und erfreut zugleich. Kunstwerke von der ägyptischen Antike bis hin zur provokanten Gegenwartskunst werden seit 2011 im MONA ausgestellt. Direkt nebenan wartet eine innovative, französisch inspirierte Küche auf. Das The Source verfügt über einen eigenen Weinberg und eine Boutique-Brauerei und ist lediglich der Gipfel kulinarischer Finesse auf Tasmanien.


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