Stromaufwärts durch Vietnam und Kambodscha

Stromaufwärts durch Vietnam und Kambodscha

Die Ursprünglichkeit und Vielfalt entlang des knapp 5000 Kilometer langen Mekong ist weltweit einzigartig. Auf dem Weg von Ho-Chi-Minh-Stadt nach Siem Reap nimmt Heritage Line seine Gäste mit auf eine beeindruckende Kreuzfahrt durch die uralte Geschichte Südostasiens.

Das dicht bewachsene Flussufer im Mekong-Delta wirkt wie das Tor in eine andere Welt. Jenseits der Strömung liegen Sumpfland, Dschungel und von kleineren Flussläufen umzingelte Inseln mit Dörfern, Pagoden und schwimmenden Märkten. Weil das Land nur schwerlich bebaubar ist, hat es seine Natürlichkeit bewahrt. Die vielen kleinen Wasserkanäle werden meist nur von Einheimischen mit winzigen Holzbooten befahren. Kreuzfahrtschiffe dagegen bleiben auf dem Unterlauf des geheimnisvollen Mekong im Fahrwasser.

So auch die beiden Schiffe der Heritage Line «Jahan» und «Jayavarman», welche die Traditionen, Kulinarik und Kultur Südostasiens widerspiegeln. Der legendäre Gottkönig Jayavarman VII, der König des antiken Kambodschas, verband einer Sage nach seine Hände mit dem Wasser des Mekongs, um die grossartige Angkor-Zivilisation zu erbauen. Das nach ihm benannte Schiff ist eine schwimmende Kunstgalerie, dem französischen Kolonialstil der 1930er Jahre nachempfunden. Das Interieur ist mit buddhistischen Holzschnitzereien und Repliken berühmter Khmer-Reliefs geschmückt. 54 Gäste finden auf der «Jayavarman» Platz. Ihr Schwesterschiff «Jahan» ist nur unwesentlich kleiner und im opulenten Baustil Britisch-Indiens gehalten. Ob auf dem privaten Balkon oder auf dem Pooldeck, eine Kreuzfahrt auf der «Jahan» bietet genügend Möglichkeiten, die Abenteuerreise durch Südostasien mit Luxus und Komfort zu verbinden.

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#Vietnam #Mekong #trip

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Nach einem kurzen Aufenthalt in Ho-Chi-Minh-Stadt, dem ehemaligen Saigon, gehen die Gäste in My Tho an Bord eines der beiden Schiffe, um acht Tage lang stromaufwärts in Richtung der berühmten Tempel von Angkor zu reisen. Bevor sie den Hauptfluss des Mekong erreicht haben, durchfahren sie die südlichen Provinzen Vietnams. Nach dem morgendlichen Tai-Chi-Kurs auf dem Oberdeck geht es nach Cai Be, wo landwirtschaftliche Güter, Lebensmittel und andere Alltagswaren zu Wasser von Boot zu Boot den Besitzer wechseln. Die Produkte dieses schwimmenden Marktes kommen meist aus der Region, wie zum Beispiel die Wasserhyazinthen aus Binh Thanh. Der Besuch einer Manufaktur liefert einen beeindruckenden Einblick in das Leben der Einheimischen im Mekong-Delta.

Nach einem Abstecher in das gemütliche Fischerdorf Chau Doc geht es über die Grenze nach Kambodscha. Am späten Abend erreicht das Schiff Phnom Penh, die geschichtsträchtige Hauptstadt des Landes der Khmer. Neben dem faszinierenden kulturellen Erbe Jahrhunderte alter Khmer-Zivilisationen ist Phnom Penh auch der traurige Schauplatz eines der grössten Verbrechen gegen die Menschlichkeit in der jüngeren Geschichte. Die sogenannten «Killing Fields» und das berühmte Gefängnis «21» sind erschütternde Zeugnisse der Terrorherrschaft der Roten Khmer im Kambodscha der 1970er Jahre.

Es geht weiter flussaufwärts, vorbei an dem traditionellen Dorf Angkor Ban und dem farbenfrohen Kloster Wat Nokor. Bevor es durch die Lebensader Kambodschas, den Tonle Sap-See, geht, besuchen Kreuzfahrtgäste die Manufaktur für Seidenherstellung in Koh Oknha Tey. Ausserdem können sie an Bord an einer von Mönchen aus der Region durchgeführten Segnungszeremonie für Gesundheit und Wohlstand teilnehmen. Hinter dem Tonle-See liegt Siem Reap, wo die Kreuzfahrt schliesslich endet. Doch ein echtes Highlight dieser spannenden Reise steht noch bevor: Der Besuch der berühmten Tempel von Angkor. Erst wenn man den Sonnenauf- oder untergang am Angkor Wat-Tempel erlebt und den Schauer auf dem Rücken gespürt hat, weil hunderte Gesichter im Bayon-Tempel auf einen hinab starren, ist diese Reise nach Südostasien komplett. Jetzt kann man ruhigen Gewissens nach Hause zurückkehren.

Autor: Lukas Scheid

In den letzten Jahren habe ich mich auch privat vor allem auf Individualreisen konzentriert, sei das mit Privatem Guide oder mit dem eigenen Mietwagen. Viele Länder und Ortschaften durfte ich schon besuchen und es ist immer wieder toll, diese Erfahrungen mit meinen Kunden zu teilen.

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