Sehnsuchtsorte über und unter Wasser

Sehnsuchtsorte über und unter Wasser

Wo die Welt zu schön scheint, um wahr zu sein. Die schönsten Inseln im Indischen Ozean und Ost-Atlantik.

Jeder Mensch hat seinen ganz persönlichen Sehnsuchtsort. Einen Ort, von dem man träumt, an den man unbedingt mal reisen will und die Ferien dort herbeisehnt. Für die eine mag das eine romantische Alphütte ganz in der Nähe sein, für den anderen vielleicht eine faszinierende Metropole am anderen Ende der Welt. Jeder hat seinen ganz individuellen Sehnsuchtsort. Die Inselparadiese in den tropischen Breiten aber gefallen (fast) jedem. Die Malediven und Seychellen, Mauritius, Mayotte, Sansibar, São Tomé oder die Kapverden sind zweifellos Sehnsuchtsorte. Wer liegt nicht gern an einen von Palmen gesäumten Sandstrand? Wer taucht nicht gern an farbenprächtigen, von tausenden Fischen umschwärmten Korallenriffen? Wer wandert, radelt oder golft nicht gern mit Blick auf türkis schimmernde Lagunen? Und wer lässt sich nicht gern in luxuriösen Resorts verwöhnen? Die tropischen Inselparadiese im Indischen Ozean und vor den Küsten Afrikas bieten das alles. Und noch viel mehr!

  • Taucher und Schildkröte von Anna G.
    Taucher und Schildkröte von Anna G.
  • Taucher und Schildkröte von Rich Carey
    Taucher und Schildkröte von Rich Carey
  • Schildkröte und Fische von J.S.
    Schildkröte und Fische von J.S.
  • Schildkröte im Korallenriff von Rich Carey
    Schildkröte im Korallenriff von Rich Carey

Vor allem der Indische Ozean ist ein gigantisches Tauchparadies. Seine Dive Spots sind legendär. Mindestens einmal im Leben sollte jeder passionierte Taucher in die faszinierenden Unterwasserwelten der Malediven und Seychellen sowie rund um Mauritius und Sansibar abtauchen. Nur wer die Welt unter Wasser gesehen hat, kann die ganze Schönheit unseres Planeten erahnen.
REISEWELTEN-Chefredaktor Bernhard Krieger ist selbst ein erfahrener Sporttaucher.
Mit dem Präsidenten der Schweizer Vereinigung des Internationalen tauchsportverbands CMAS, Willi Knöpfel, sprach er über die Faszination des Abtauchens in eine andere Welt.
CMAS swiss diving bildet neben Sport auch Berufstaucher von Polizei und Armee aus.

Was macht Tauchen so faszinierend?
Für mich ist es die Freiheit unter Wasser. Sich im dreidimensionalen Raum frei und praktisch schwerelos bewegen zu können, den Herzschlag und die Atmung zu spüren – das hat für mich schon meditativen Charakter. Und wenn man dann auch noch die Farbenpracht und Vielfalt an Lebewesen im Salzwasser oder spezielle Situationen im Süsswasser erlebt, ist das das Nonplusultra.

Wie lange dauert es, bis man erstmals mit der Pressluftflasche auf dem Rücken in die Tiefe darf?
Die Ausbildung in unserem Verband hat vorgeschriebene Standards. So müssen für das Beginner-Brevet ein Theorieteil mit Prüfung und mindestens sechs Tauchgänge mit insgesamt 150 Minuten im Freiwasser absolviert werden.

Kann jeder Tauchen lernen?
Grundsätzlich ja, wobei zunächst ein Arzt die Befähigung attestieren muss. Kinder unter acht Jahren sollten nicht mit dem Tauchsport beginnen, da es noch keine Langzeitstudien darüber gibt, ob der Stickstoff in unserer Atemluft Auswirkungen auf das Wachstum des Knorpelgewebes hat. Ebenfalls sollten Kinder bis 14 Jahre nicht tiefer tauchen als maximal sieben Meter. Für Senioren gibt es keine Altersbeschränkungen. Man kann tauchen solange man mag und kann.

Viele lernen das Tauchen in den Ferien. Ist die freie Zeit dafür besonders gut geeignet?
Ich freue mich über jeden neuen Taucher – natürlich auch über diejenigen, die in den Ferien mit dem Tauchsport beginnen. Es gibt weltweit viele gute Tauchcenter und ausgezeichnete Tauchlehrer. Ein guter Ausbilder wird aber jeden Einsteiger darauf hinweisen, dass ein in den Ferien im warmen, klaren Wasser absolvierter Kurs nur ein erster Schritt zum sicheren Tauchen sein kann. Tauchen unter Idealbedingungen fordert einen Tauchschüler psychisch nicht so sehr. Das ist bei schlechterer Sicht im kalten Süsswasser anders. Hat man mal in den Ferien an einer geführten Bergwanderung bei Sonnenschein teilgenommen, besteigt man ja zu Hause auch nicht gleich allein einen Viertausender. Wer in den Ferien Spass am Tauchen bekommen hat, sollte seine Fähigkeiten zu Hause in einer guten Tauchschule ausbauen.

Oder besser noch…?
Erst zu Hause gründlich und in Ruhe Tauchen lernen und dann in den Ferien die Unterwasserwelt unbeschwert geniessen.

Viele Ferienziele im Indischen Ozean sind wahre Tauchparadiese. Was macht die Malediven & Co. so attraktiv für Taucher?
Das meist sehr klare Wasser mit Sichtweiten soweit das Auge reicht und die vielfältige Fauna. Je nach Destination sind es aber natürlich auch die Strände und das – je nach Untergrund und Lichteinfall – in allen Blautönen schimmernde Wasser.

Über welche Begegnungen unter Wasser freuen Sie sich ganz besonders?
Ganz speziell ist es für mich, wenn ich mit Lebewesen interagieren kann. Wenn man zum Beispiel Blickkontakt aufnimmt oder eine Weile nebeneinanderher schwimmt – selbstverständlich ohne sie zu berühren. Das sollte für alle Taucher tabu sein!

Wie ist das, wenn man zum ersten Mal einen Manta ganz nah unter Wasser «vorbeifliegen» sieht, auf eine neugierige Schildkröte trifft oder einem Walhai begegnet?
Von beeindruckend bis himmlisch gehen die Gefühle in solchen Momenten viele Wege!

Sie sind der Präsident des Schweizer CMAS-Verbands. Zu den CMAS-Gründern zählte der legendäre Meeresforscher Jacques-Yves Cousteau. Der Franzose war leidenschaftlicher Taucher, aber auch Umweltschützer. Schaden Sporttaucher den Riffen nicht?
Taucher müssen einem Riff nicht unbedingt schaden. Befähigte Taucher halten Abstand, berühren nichts und sind so für die Riffe nicht spürbar.

MEHR ALS NUR TAUCHEN

Man muss nicht Tauchen können, um die Unterwasserwelten in den tropischen und subtropischen Gewässern zu bewundern. Auch Schnorcheln ist dort schon ein für jeden zugängliches und unvergessliches Erlebnis.

Wer lieber auf dem Wasser Sport treibt, für den werden die Ozeane westlich und östlich von Afrika zu einer gigantischen Spielwiese. Wellenreiter toben sich in der Brandung aus. Die Malediven zum Beispiel warten mit einigen der besten Surfspots der Welt auf, an denen sogar internationale Wettbewerbe ausgetragen werden.

Je nach Lage und Jahreszeit kommen an vielen Inseln auch Wind- und Kitesurfer auf ihre Kosten. Sehr viele Resorts bieten in ihren Wassersport-Centern zudem Hobie Cats an. Diese leichten Katamarane brauchen nicht viel Wind zum Segelspass. Bei Flaute warten See-Kajaks oder Stand Up Paddle Boards.

Da viele grössere Inseln wie Mauritius und die Seychellen zudem ein urwüchsiges Hinterland haben, bieten sie die ganze Palette der Landaktivitäten, von Wandern über Mountainbiken bis hin zu abenteuerlichen Geländewagen-Touren. Badeparadiese bieten eben viel mehr als nur Traumstrände.

Autor: Bernhard Krieger

Reisen bedeutet für mich fremde Länder, Menschen, deren Geschichte und Eigenheiten kennen zu lernen. Mit viel Neugier entdeckte ich unterdessen viele ferne Länder und trotzdem wird meine Reisewunschliste nicht kleiner.

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