Plantschen mit Promis

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Karibische Strände, kristallklares Wasser und ein Outdoor-Paradies im Hinterland – Sardinien ist das Juwel unter den Mittelmeerinseln. Vor allem die legendäre Costa Smeralda wird im Sommer zur Bühne für die Schönen und Reichen.

Costa Smeralda auf Sardinien

Marcello beruhigt mich: «Non ti preoccupare! Keine Sorge, du hast keinen Sonnenstich. Das da eben war wirklich George Clooney!» Immer noch fasziniert von der unverhofften Begegnung mit dem «Sexiest man alive» steige ich zu meinem sardischen Freund ins Auto und wir fahren los an die Costa Smeralda im Nordosten der Insel.

Das Epizentrum der einst von Prinz Aga Khan entwickelten «Smaragd-Küste» ist das Hafenstädtchen Porto Cervo mit seinen Mega-Yachten. In den Luxusboutiquen und Edelrestaurants tummeln sich im Sommer Hollywoodstars, Topmodels, Sportchampions und Wirtschaftsbosse. «Da schipperte dann auch der vollschlanke Flavio Briatore mit seiner voll schlanken Frau Elisabetta Gregoraci auf seiner Yacht herum», witzelt Marcello.

Das frühere Wonderbra-Model und der ehemalige Formel 1-Teamchef, die sich inzwischen wohl getrennt haben, waren nicht das einzige (ungleiche) Paar an der Smarragd-Küste – aber vielleicht eines der schillerndsten. Briatores «Billionaires Club» ist neben der Open-Air-Disco «Phi Beach» der Hotspot der Szene. «Da wurden schon viele legendäre Parties gefeiert», erzählt Marcello augenzwinkernd. «Frag mal Silvio Berlusconi!»

Ich will gar nicht wissen, welche Art von Partys Italiens Ex-Premier dort gefeiert hat. Die Promis sind sicher unterhaltsam, ich aber bin ohnehin wegen der Natur auf die Insel gekommen. Und die Costa Smeralda ist wirklich ein Juwel. Bizarre, von einem kristallklaren Meer umspülte Felsen fassen kleine Buchten mit weissen Sandstränden ein. Je nach Sonnenstand schimmert das Mittelmeer so weit weg vom Festland mal tiefblau, dann wieder türkis. Nie hätte ich gedacht, dass es eine derart karibisch anmutende Küste nur eineinhalb Flugstunden von der Schweiz entfernt gibt.

«Auch wunderschön und viel ruhiger ist der Norden», verrät Marcello vor unserem Ausflug an die Gallura. Von Palau aus gleiten wir per Fähre in wenigen Minuten hinüber zum La-Maddalena-Archipel. Dutzende kleine Inseln verteilen sich wie ein auseinandergeflossenes Puzzle auf dem Meer zwischen Sardinien und dem ganz nah gegenüberliegenden Korsika. Nur eine gute Handvoll davon ist bewohnt. «Per Boot kannst du hier unzählige Traumbuchten erreichen, an denen du ganz allein bist», schwärmt Marcello.

Alles andere als allein sind wir beim Abstecher zum Windsurfen in Porto Pollo. Die Bucht ist international als windsicheres Flachwasser-Revier bekannt. Aber nicht nur für Surfer ist Sardinien ein Paradies. Wanderer und Mountainbiker finden unzählige Strecken zwischen den von mächtigen Granitfelsen durchzogenen Küsten wie am Capo D’Orso (Bären-Kap), dessen Steinformation an einen Bären erinnert, und dem Landesinneren. Die von Korkeichenwäldern durchsetzte Macchia duftet herrlich nach Wacholder, Myrte und Ginster.

Auf halber Strecke zwischen den nordsardischen Grosstädten Olbia im Osten und Sassari im Westen ragt das Gebirgsmassiv des Monte Limbara stolze 1359 Meter empor. Nur die Berge im Zentralmassiv sind mit rund 1830 Metern noch höher. Der Blick vom Monte Limbara über das La-Maddalena-Archipel hinüber nach Korsika ist einzigartig.

«Dieser Blick ist unbezahlbar», meint Marcello, als wir den Gipfel erklimmen. «So wie Ferien an der Costa Smeralda», schiebe ich hinterher. Doch da täusche ich mich. «Wenn du nicht gerade in der Nachbarschaft von Briatore und Co. wohnen willst, findest du selbst in der Hochsaison etwas Bezahlbares», verrät Marcello. «Und in der Nebensaison ist Sardinien sogar ein echt günstiger Geheimtipp.»

Autor: Brigita Krieger

Unvergessliche Abenteuer - neue Kulturen und Menschen - atemberaubende Glücksmomente - ein Koffer voller Erinnerungen - Das bedeutet für mich Reisen. Die Faszination fürs Reisen habe ich schon sehr früh entdeckt. Nach unzähligen Reisen finde ich es wertvoll, die Erfahrungen und Erlebnisse unseren Kunden weiterzugeben.

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