Mit Schweinchen schwimmen

Mit Schweinchen schwimmen

Die Bahamas nach Hurrikan Dorian auf dem Weg zurück zu Normalität.

Mit dem Speedboat geht es entlang der Perlenschnur der Exuma Cays, bestehend aus traumhaften Inseln, strahlend weissen Stränden und tropischer Vegetation. 150 Kilometer südlich von der Hauptstadt Nassau liegen Inseln, die grösstenteils unbewohnt sind. Nicht so Big Major Island. Dort  leben etwa 20 süsse Schweinchen. Die kleinen «Bahamas-Pigs» sind echte Berühmtheiten. Regelmässig bekommen sie Besuch von Stars und Sternchen aus aller Welt. Sie spielen am Strand, paddeln mit den Vorderbeinchen durch das kristallklare Wasser und kuscheln mit ihren Besuchern. Ein Abstecher zu den Schweinchen der Bahamas ist ein unvergessliches Erlebnis.

Unvergessliche Momente bieten die Bahamas reichlich. Sei es beim Genuss der hervorragenden Küche, beim Islandhopping auf einigen der über 700 Inseln des Landes oder beim Eintauchen in den «bahamian way of life». So unterschiedlich die Kulturen auf den verschiedenen Inseln auch sein mögen, sie alle eint die grosse Gastfreundschaft der Inselbewohner. Der bunte Mix der Kulturen ist die positive Folge einer teils traurigen Vergangenheit. Nicht nur friedliche Zuwanderung, sondern auch Piraterie, Sklaverei und Kolonialismus sorgten seit der Entdeckung der Bahamas durch Christoph Kolumbus für diese Vielfalt. Heute leben auf den Bahamas Menschen unterschiedlicher Hautfarben. Ganz selbstverständlich empfinden sie diesen Mix als Bereicherung und geniessen die Abwechslung der unterschiedlichen Einflüsse auf die Küche, die Musik und die Kunst, die aus Grossbritannien oder Afrika kamen.

Islandhopping auf den Bahamas

Am schönsten erlebt man die kulturelle Vielfalt beim Besuch der verschiedenen Inselgruppen des Landes. Neben der Hauptstadt Nassau sind etwa 30 weitere Inseln bewohnt, wovon 14, die sogenannten Out Islands, touristisch erschlossen sind. Trauminseln wie Long Island, Cat Island, Exumas oder Eleuthera sind bequem von der Schweiz aus via Nassau oder über einen US-Flughafen zu erreichen. Ob mit dem Flugzeug, mit dem Schnellboot oder mit den linienmässig verkehrenden Postschiffen, für jedes Budget gibt es das passende Fortbewegungsmittel fürs Islandhopping auf den Bahamas – Glückshormone garantiert! Noch schöner ist nur noch ein Segeltörn an Bord einer der exklusiven Yachten oder mit einem selbst gecharterten Segelboot. Die Karibik gehört schliesslich zu den beeindruckendsten Segelrevieren der Welt.

Ob mit Partnerin, Partner oder Freunden auf einem Katamaran oder einer Motoryacht – die Bahamas muss man einfach vom Wasser aus erlebt haben. Reisende mit entsprechenden Kenntnissen können selbst durch die geschützten Gewässer und traumhaft schönen Buchten der Exuma Cays manövrieren. Andere heuern einfach einen ortskundigen Skipper an. Die kennen die besten Schnorchelspots ebenso wie die coolste Strandbar für den Sundowner. An Bord eines Schiffes ist das wundervolle Farbenspiel der Inselwelt noch beeindruckender.

Den spektakulärsten Farbkontrast der Bahamas kann man jedoch auch als Fussgänger bestaunen. An der schmalsten Stelle der Insel Eleuthera führt die Glass Window Bridge über eine klaffende Lücke im Felsen. Mitten auf der Brücke stehend sieht man auf der einen Seite das tiefe Blau des Atlantiks und auf der anderen das leuchtende Türkis der karibischen See. Immer in Sichtweite ist auch die kleine Nachbarinsel Harbour Island, wo etliche Strandbars für lässiges Nachtleben sorgen.

Island Hopping Eleuthera-Harbour Island

Tauch- und Schnorchelparadies Bahamas

Die Tauchspots der Bahamas gehören zu den beeindruckendsten der Karibik. Versunkene spanische Galeonen, Tiefsee-Canyons und farbenfrohe Korallenriffe locken sowohl Taucher als auch Schnorchler auf die Inseln. Dazu kommt die Vielfalt an seltenen Meeresbewohnern, welche man unter Wasser aus nächster Nähe beobachten kann. Muränen, Stachelrochen, Riff- und Ammenhaie sind nur einige wenige Vertreter, welche die Gewässer rund um die Bahamas bevölkern. Ausgerechnet die Insel mit der grössten Landmasse und geringsten Bevölkerung bietet einen der faszinierendsten Tauchspots der Bahamas: Andros. Das drittgrösste Barrier Reef der Welt mit seiner steil abfallenden Riffwand weist unzählige sogenannte Blue Holes auf. Erzählungen zufolge leben neben den uns bekannten Meeresbewohnern auch mystische Wesen dort unten.

Zum Schnorcheln und Tauchen eher ungeeignet ist das flache, mit Seegras bewachsene Wasser nahe der Küste. Hier liegen die Wassergärten der Schneckenfarmer. Sie sammeln dort nicht irgendeine Schnecke ein, sondern die Hauptzutat für das Nationalgericht der Bahamaer: Conch – gesprochen «Konk». Eigentlich kann man auch gar nicht von einem Nationalgericht sprechen, denn es sind viele verschiedene, die jedoch alle auf dem Conchfleisch beruhen, welches ein wenig wie frischer Tintenfisch schmeckt. Dem Einfallsreichtum bei der Zubereitung der Riesenschnecken sind keine Grenzen gesetzt. So gibt es sie frittiert, als Suppe, gebeizt oder als Salat. Frischer Fisch gehört selbstverständlich ebenso auf die Speisekarte. Dieser wird auf den Bahamas meist frittiert oder kräftig gewürzt. Dazu passt am besten ein kühles Kalik – das lokale Bier – oder ein typischer Bahamas Cocktail wie die Bahama Mama oder der etwas kräftigere Goombay Smash. Ob auf Rum, Malibu-Likör oder Gin – Cocktails auf den Bahamas werden mit saftigen Früchten oder frischen Kokosnüssen zubereitet und schmecken am besten im Sonnenuntergang am Strand mit dem Füssen im karibischen Meer.

Autoren: Lukas Scheid und Bernhard Krieger

Keine Reise ist gleich. Was ich besonders an meinen eigenen Reisen schätze, ist die Vielfalt von Möglichkeiten die mir offen stehen; so kann ich mal im 5* Hotel relaxen und auf der nächsten Reise in einem einfachen Camp selber kochen, am Strand liegen oder wandern, alleine unterwegs sein oder mit Freunden.

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