Kappadokien – Feenlandschaft in Zentralanatolien

Kappadokien – Feenlandschaft in Zentralanatolien

Eine vergleichbare Märchenlandschaft gibt es wohl nirgends auf der Welt. Vulkane und Erosion haben zusammen in Millionen von Jahren eine Landschaft geschaffen, die eindrucksvoller und schöner nicht sein könnte.

Aus der Ferne sind diese Felspyramiden, Kamine, Höhlen, Canyons und Türmchen auch vom Auto oder Bus aus zu bewundern. Unsere Wanderungen führen uns aber hautnah an die spektakulärsten Naturschönheiten heran. Wir durchstreifen tief eingeschnittene Täler, schmale Pfade führen an Feenkaminen vorbei und wir sind immer wieder berührt von der Freundlichkeit der Bauern, die selten bis nie Wanderer aus der Nähe sehen.

Oft wird mir die Frage gestellt: Welches ist eigentlich deine Lieblingsdestination? Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. In gewisse Länder gehe ich gerne des hervorragenden Essens wegen. In andere wegen der überaus gastfreundlichen Bevölkerung. Wiederum andere liebe ich, weil sie kulturell viel zu bieten haben oder ihre Natur spektakulär und unverfälscht ist. Kappadokien vereint all diese positiven Eigenschaften. Und genau deshalb reise ich gern in diese abwechslungsreiche Gegend.

Blumenmeer im Frühjahr

Kappadokien ist eine ca. 10‘000 km² grosse Hochebene und liegt auf rund 1‘000 m über Meer in Zentralanatolien. Der Winter ist sehr kalt mit viel Schnee und der Hochsommer heiss und trocken. Beste Jahreszeit für unseren Besuch ist der Frühling. Die fruchtbare Erde ist übersäht mit tausenden von Blüten. Ein wahrer Blumenteppich breitet sich aus und wir sind mittendrin auf unseren Wanderungen. Das Land der schönen Pferde, wie Kappadokien auch genannt wird, war einst der Mittelpunkt der Christianisierung. Die Urchristen haben viele reich bemalte Höhlenkirchen hinterlassen. Auch unterirdische Städte sind zu bewundern. Nicht vergebens gehört Kappadokien schon seit 1985 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Mohnblumen bei den berühmten Feenkamine.
© Olena Tur – Shutterstock

Mondlandschaft aus Tuffstein

Vor rund 60 Millionen Jahren hat sich diese Gegend aus den früher sehr aktiven Vulkanen «Erciyes Dagi» und «Hasan Dagi» gebildet. Jetzt sind diese Vulkane erloschen und keine Gefahr mehr. Dafür sind aus dem weichen Tuffstein die unterschiedlichsten Gesteinsformationen entstanden, die sonst nirgends auf der Welt in solcher Konzentration zu finden sind. Eine surrealistische Mondlandschaft. Wasser, Wind, Wärme und Kälte haben dieses einzigartige Naturspektakel geschaffen.

In Ankara besuchen wir das überaus eindrückliche Hethiter Museum. Wir sind in Konya, wo Mevlana lebte, einer der grössten mystischen Philosophen und Vater der tanzenden Derwische. Unter Schatten spendenden Bäumen geniessen wir die Köstlichkeiten der anatolischen Küche und zum Schluss der Reise gönnen wir uns ein Bad im Mittelmeer. Abwechslung ist garantiert!

Unvergängliche Freundschaft

Eine besondere Freundschaft verbindet mich mit Lütfi Okur, der seit mehr als 30 Jahren unsere Reisen als einheimischer Wanderleiter begleitet. Er weiss inzwischen ganz genau was «Baumis» lieben und was nicht. Schweizerdeutsch versteht er schon ganz gut, auch wenn seine Umgangssprache mit uns Hochdeutsch ist. Was noch viel wichtiger ist, er weiss einfach alles über sein Land. Nicht nur die geschichtlichen Hintergründe sind für ihn wichtig, sondern auch was die Freuden, Sorgen und Ängste der heutigen Bevölkerung sind. Seine Tochter habe ich als kleines Mädchen kennengelernt und nun hat sie bereits eine eigene Praxis für Zahnmedizin und Kieferorthopädie in Izmir. So wird man älter, aber meine Freundschaft mit Lütfi hat all die Jahre überdauert.

Habe ich Sie gluschtig gemacht? Dann freue ich mich, mit Ihnen Kappadokien in all seiner Vielfalt zu geniessen.

Tipps von Monika Kalbermatten:

  • Aktiv: Im Taubental wandern wir an unzähligen alten Taubenschlägen vorbei. Früher waren diese Vögel unabdingbar als Düngelieferanten. Jetzt machen sie einfach Freude.
  • Wissen: Das Volk der Hethiter ist schon lange ausgestorben. Viele Heiligtümer kann man noch besuchen. Warum sie aber genau da stehen und was sie bedeuteten, liegt oft im Dunkeln. Das macht sie aber nicht minder spannend.
  • Genuss: «Sigara Börek», knusprige Teigröllchen mit Schafskäse gefüllt, gehören einfach zu jedem Vorspeisenbuffet. Das anatolische Essen ist sehr abwechslungsreich und jeder findet seine persönliche Spezialität.

Autor: Monika Kalbermatten-Jaussi, baumeler-Reiseleiterin


Für Sie gefunden bei Baumeler Reisen – aktuelle Kappadokien Wanderreise

Nach meiner Ausbildung zur diplomierten Tourismusfachfrau an der höheren Fachschule für Tourismus in Luzern im Jahr 2013, habe ich die Chance gepackt und reiste ins tropische Malaysia. Dort habe ich für knapp zwei Jahre als Sales Managerin für ein führendes Reiseunternehmen in Kuala Lumpur gearbeitet.

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