Indian Summer: Amerika im Farbenrausch

Indian Summer: Amerika im Farbenrausch

Der Sommer ist vorbei, hier lockt der schönste Herbst: Wir verraten, wo es in den nächsten Wochen die schönste Laub-Show gibt.

Neuengland: Hochsaison für «leaf peepers»

Connecticut, Maine, Massachussetts, New Hampshire, Rhode Island und Vermont an der Ostküste laufen im Herbst zur Hochform auf, wenn Milliarden von Blättern die Landschaft in ein Kaleidoskop aus Gelb- bis Glutrot-Tönen verwandeln. Das Wetter ist zu der Zeit perfekt zum Wandern, Velofahren oder für einen klassischen Fly&Drive-Trip mit dem Auto entlang der Nebenstrassen. An denen bieten viele Farmen mit Verkaufsständen ihre Produkte an. Auch an der Küste ist es zu dieser Zeit wunderschön. Es ist die perfekte Zeit für beschauliche Spaziergänge an den Stränden, die im Sommer oftmals hoffnungslos überfüllt sind. Einsam wird es trotzdem nicht, denn die «leaf peepers», wie die Indian-Summer-Touristen genannt werden, sind in grossen Scharen unterwegs. Unterkünfte sollte man unbedingt weit im Voraus buchen.

Great Lakes: Geheimtipp für Herbstlaub-Fans

Um die grossen Seen drapieren sich die US-Bundesstaaten Illinois, Indiana, Michigan, Minnesota, Ohio und Wisconsin. Landschaftlich bestechen sie mit Sandstränden, steilen Klippen, einsamen Wäldern, endlosen Weiten, Bergen und Tälern, Ebenen und natürlich Wasser. Im Herbst, wenn die Wälder leuchten, kommt dieses Ensemble besonders spektakulär zur Geltung. Der Indian Summer in der Great-Lakes-Region gilt immer noch als Geheimtipp. Trips lassen sich gut mit Städtetouren kombinieren: Für Musikfans gibt’s in Chicago Blues und Jazz vom Feinsten und in Cleveland wartet die Rock and Roll Hall of Fame.

Blue Ridge Mountains: Herbstlaub auf den «Country Roads»

Seit dem Welthit des Folksängers John Denver «Take Me Home, Country Roads» sind die Blue Ridge Mountains und der Shenandoah River im Osten der USA vielen ein Begriff. Auch die TV-Serie «The Waltons» wurde in dieser Region in West-Virginia und North Carolina gedreht, die der Blue Ridge Highway auffädelt. Er ist mit 755 Kilometern die längste und für viele die schönste Panoramastrasse der USA. Seine volle Pracht und Herrlichkeit entfaltet er im Herbst, wenn die Wälder leuchten.

Quebec: Kanadas Altweibersommer

Für die französischsprachige Provinz in Kanadas Osten ist der Indian Summer die beste Reisezeit. Ahorn, Eichen und Espen glühen in Blutrot, Orange, Ocker, Gelb, Lila und Bronze in einer Intensität, wie wir sie hierzulande nicht kennen. In den kleinen Orten am Ufer des St. Lorenz Stromes wirken die Bäume am Strassenrand wie flammende Fackeln. Man kann sich treiben lassen, von Dorf zu Dorf bummeln, stille Nebenstrecken entdecken und kleine weisse Kirchen bestaunen. Gute und preiswerte Unterkünfte zu finden, ist in dieser Jahreszeit kein Problem. Denn die Region ist zu weit von den grossen Bevölkerungszentren der Ostküste entfernt, als dass sich die Wochenendausflügler hierher verirren würden.

Ontario: Niagarafälle und leuchtende Wälder

Der Algonquin Provincial Park in Ontario ist einer der grössten und ältesten Parks in der kanadischen Provinz Ontario. Hier kommen Outdoor-Fans im Herbst auf ihre Kosten: Die idyllischen Seen laden zum Angeln, Paddeln oder Kanufahren ein. Zudem lassen sich im Park Schwarzbären, Elche, Bieber und viele verschiedene Vogelarten beobachten. Auch wenn die prächtig gefärbten Laubwälder die Hauptrolle spielen – die Niagarafälle, die sich in der Region befinden, stehlen dem Indian Summer gerne mal die Show.

Kalifornien: Showtime zur Weinlese

Nördlich von San Francisco erstrecken sich das Napa Valley und das Sonoma Valley, Herz des grössten Weinanbaugebietes der USA. Mit fünf Millionen Besuchern pro Jahr gehört die Region zu den beliebtesten Attraktionen in Kalifornien, nur Disneyland hat mehr. Wenn sich im Herbst die Weinberge dunkelrot verfärben und die Reben reif für die Lese sind, herrscht Hochsaison. Zu keiner anderen Zeit präsentiert sich die hügelige Landschaft so liebreizend, verströmen die kleinen Weinbauorte ihren ganzen Charme. So hangelt man sich von Weingut zu Weingut, darunter die Francis Ford Coppola Winery des gleichnamigen Hollywood-Starregisseurs. Manche Weingüter sind urig, andere stylish und Möglichkeiten zur Verkostung und Kauf (auch per Versand) gibt es reichlich.

Alaska: Der hohe Norden treibt’s bunt

Der Herbst im nördlichsten und grössten US-Bundesstaat ist kurz, dauert etwa bis Ende September – ist aber umso traumhafter. Die Blätter der Birken, Lärchen und Cottonwood-Bäume sowie die abgeblühten Fireweed-Wiesen leuchten in allen Gelb- und Orangetönen. Die Luft ist kühl, klar und frisch. Sie wirkt wie eine Aromatherapie und lässt den Denali, den mit 6190 Meter höchsten Berg Nordamerikas, selbst aus 300 Kilometer Entfernung zum Greifen nah erscheinen. Auf den Highways herrscht kaum Verkehr. Wer zum Saisonende durch Alaska reist, darf sich auf eine exklusive, intime Begegnung mit Wildtieren, Gletschern, majestätischen Bergen und anderen Naturschönheiten freuen, bevor Frost und Dunkelheit allmählich das Kommando übernehmen.

Weitere Informationen:

Wer sich über den aktuellen Stand der Laubverfärbung in den USA informieren will, kann die Info-Seite des U.S. Forest Service nutzen.


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