Geheimnisvolles Persien

Geheimnisvolles Persien

Eine Wüste, vier Mal so gross wie die Schweiz, eine pulsierende Hauptstadt mit mehr Einwohnern als die Schweiz und eine landschaftliche Vielfalt, die man so nur selten zu Gesicht bekommt. Der faszinierende Süden Irans lädt zum Träumen ein.

Irans unentdeckter Süden

Es sind die Kontraste, die dieses Land ausmachen. Am Morgen versuchte man sich noch in einer Millionenmetropole zurecht zu finden, die mit ihren prunkvollen Palästen und wuseligen Basaren locker das Zeug zu einer Handelsstadt mit internationalem Ruf hätte. Und am Abend befindet man sich schon auf Queshm – einer riesigen, aber kaum bevölkerten Wüsteninsel mit beeindruckenden Tälern und dramatischen Felsklippen mitten im Persischen Golf. Dazwischen liegen knapp 1000 Kilometer touristisch wenig erschlossener Dörfer, Wüsten und Oasen – der Süden Irans eignet sich bestens für eine spannende und abwechslungsreiche Rundreise.

Queshm hat zwei Gesichter. Auf der einen Seite das felsige und karge Landschaftsbild bestehend aus tiefen Schluchten und schroffer Küste und auf der anderen Seite die Hara-Mangrovenwälder. Zahlreiche Zugvögel nutzen das Gebiet zur Überwinterung und machen es zu einer friedlichen Oase für Mensch und Tier. Ganz anders auf der Nachbarinsel Hormus, wo bunte Gesteinsformationen ein beeindruckendes Bild abgeben.

Von den faszinierenden Wundern der Natur am Persischen Golf geht es hinein in das Herz der persischen Kultur. Auf der Hochebene von Kerman werden die berühmten Perserteppiche geknüpft und anschliessend auf der längsten Marktstrasse des Landes verkauft. Auf dem über 500 Meter langen Basar reihen sich eine Vielzahl von Marktständen aneinander. . Hier können Reisende nach Belieben shoppen und sogar echte Schnäppchen machen. Nicht zu vergleichen mit dem Kerman-Teppich aus dem 17. Jahrhundert, der 2010 bei einer Londoner Auktion für umgerechnet siebeneinhalb Millionen Schweizer Franken verkauft wurde.

Über Mahan, einer von der UNESCO geschützten Palast- und Gartenanlage, geht es nach Shahdad am Rande der Lut-Wüste. Die beeindruckenden Gesteinsformationen, Yardangs genannt, lassen die Landschaft unwirklich schön wirken – eine unvergessliche Atmosphäre fernab der Zivilisation.

Auf dem Weg Richtung Norden entlang der iranischen Zentralwüste erwartet die Oasenstadt Yazd ihre Gäste mit einer beeindruckenden Altstadt aus Lehmziegel-Gebäuden und der eindrücklichen Freitagsmoschee, die zu den schönsten Sakralbauten Persiens gehört. Vor allem die Abendsonne verleiht der Stadt und ihren zahlreichen Windtürmen und Zisternen im orangeroten Dämmerlicht beinahe märchenhafte Züge. Die lauten Rufe der Muezzine und der Lärm des naheliegenden Basars machen das Schauspiel perfekt.

Zu einer Reise durch Wüstenlandschaften gehört auch ein Ausritt mit Kamelen und der soll auch im Süden des Iran nicht fehlen. In der Oase Mesr werden Dromedare aufgezogen, mit denen Einheimische und Reisende die Dasht e-Kavir-Wüste erkunden. Der Ritt auf dem Rücken der Tiere bietet einen authentischen Eindruck, wie man sich seit Jahrhunderten in den Wüsten dieser Welt fortbewegt. Den Sonnenuntergang auf den Sanddünen sollte man ebenfalls auf keinen Fall verpassen.

Über die Dörfer Chupanan, Anarak und Nain geht es zur letzten Station der Rundreise nach Isfahan. Die Stadt war vor 500 Jahren das kulturelle und gesellschaftliche Zentrum Persiens. Noch heute prägen Prachtbauten und grossflächige Parkanlagen das Stadtbild. «Esfahan – nesf-e jahan», lautet eine persische Redensart – «Isfahan ist die Hälfte der Welt». Und da ist durchaus etwas dran, denn die Stadt liegt mitten im Herzen des Landes und vereint die islamische Kultur des heutigen Irans mit verschiedenen anderen Glaubensrichtungen, die über Jahrhunderte und Jahrtausende von Reisenden dorthin gebracht wurden.

Autor: Lukas Scheid

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Keine Reise ist gleich. Was ich besonders an meinen eigenen Reisen schätze, ist die Vielfalt von Möglichkeiten die mir offen stehen; so kann ich mal im 5* Hotel relaxen und auf der nächsten Reise in einem einfachen Camp selber kochen, am Strand liegen oder wandern, alleine unterwegs sein oder mit Freunden.

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