Eine Lagune zum Verlieben

Eine Lagune zum Verlieben

Teilweise Atoll, teilweise vulkanischen Ursprungs, im Gesamtbild ein Traum für Südsee-Liebhaber: Wer auf die Cook Islands reist, sollte Aitutaki definitiv besuchen. Kaum ein Ort der Welt bietet bessere Bedingungen zum Tauchen und Schnorcheln.

Aitutaki ist das Wassersport-Eldorado der Cook Islands

230 Kilometer sind es von Rarotonga, der Hauptinsel der Cook Islands, bis nach Aitutaki. Der Flug gen Norden dauert gerade einmal eine Stunde – viel zu kurz, werden einige Reisende sagen. Zumindest der Landeanflug dürfte sich gerne etwas länger ziehen. Die Aussicht aus der Maschine auf die darunterliegende Lagune ist schlicht sensationell, nirgends sonst kommen die intensiven Blau- und Türkistöne des Wassers besser zur Geltung als aus der Luft. Als bunte Farbtupfer komplettieren 15 Motus – kleine, palmenbewachsene Inseln – die grandiose Südsee-Szenerie.

Für viele Besucher ist Aitutaki das Ziel eines Tagesausflugs. Es lohnt sich allerdings durchaus, etwas mehr Zeit für den Aufenthalt einzuplanen. Das gilt besonders für Wassersportler. Für Taucher und Schnorchler sind die kristallklaren Fluten, in denen sich eine Vielzahl bunter Fische tummelt, ein absolutes Muss. An vielen Stellen reicht das Wasser der Lagune einem Erwachsenen gerade mal bis zur Brust. Das macht das Schnorchelerlebnis selbst für weniger geübte Schwimmer zu einem Genuss, genauso wie die vereinzelten Bojen, die Ortsunkundigen verraten, wo sich Sehenswürdigkeiten unter der Wasseroberfläche verstecken.

Natürlich locken in einem Inselstaat auch die Anbieter von Bootsausflügen mit verschiedenen Touren. Einige führen zu idyllischen Motus für ein ungestörtes Strandpicknick unter Palmen, andere steuern echte Hotspots zum Kitesurfen an. Die bunten Schirme sieht man schon aus einiger Entfernung.

Einer der beliebtesten Ausflüge ist der nach Tapuaetai. Die wegen ihrer Form auch «One Foot Island» genannte Motu ist genauso abgeschieden wie bekannt auf den Cook Islands. Die Besonderheit: Das unbewohnte Eiland verfügt über ein eigenes Postamt! Besucher können Postkarten kaufen und diese direkt mit einer unter Sammlern heiss begehrten Briefmarke in die Heimat schicken. Auch der fussförmige Stempel im Reisepass ist ein beliebtes Andenken. Einheimische lassen sich regelmässig auf One Foot Island blicken, was als sicheres Indiz dafür gewertet werden darf, dass sich ein Trip dorthin wirklich lohnt.

Weit mehr der Insulaner trifft man allerdings auf Aitutaki, der Hauptinsel des gleichnamigen Atolls. Die meisten von ihnen sind Maori, gastfreundlich und offenherzig sind praktisch alle. Nicht selten verleihen sie einer Begrüssung durch eine Umarmung und einen Kuss Nachdruck. «Kia Orana» – Herzlich Willkommen – heisst es dann. Inmitten der entspannten Menschen und der umwerfenden Inselkulisse der Cook Islands möchte man am liebsten gar nicht herausfinden, was «Auf Wiedersehen» heisst.

Autor: Andreas Hottenrott

Down Under hat mich schon immer fasziniert und als ich nach der abgeschlossenen Ausbildung 2006 in der Australien-Abteilung anfangen durfte, hat mich das Reisefieber für diese Destinationen noch mehr gepackt.

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