Durchs Herzen des Outbacks

Durchs Herzen des Outbacks

Darwin gilt als «Tor zu Asien», doch Abenteurer schlagen von dort lieber den Weg ins Landesinnere ein. Auf dem Explorers Way wird die Fahrt vom Top End ins rote Zentrum Australiens zum «Once in a Lifetime»-Roadtrip.

Auf dem Explorers Way von Darwin zum Uluru

Wer den Explorers Way befahren möchte, sehnt sich schon bei der Ankunft in Darwin nach wildem Outback-Flair. Doch selbst für moderne Entdecker lohnt sich ein Aufenthalt in der Hauptstadt des Northern Territory. Vieles spielt sich unter freiem Himmel ab, sodass Reisende einen sanften Einstieg in das bevorstehende Abenteuer geniessen können – sei es in einem der zahlreichen tropischen Parks im Stadtgebiet, an der Darwin Waterfront mit ihrer Lagune oder auf einer Jumping Crocodile Cruise, während der man freilebende Krokodile zu Gesicht bekommt.

Für Kulturinteressierte gibt es ab dem 1. November 2019 einen weiteren Grund, an der frischen Luft zu bleiben. Dann eröffnet Bruce Munro die Installation «Tropical Light». Der Künstler, der bereits das «Field of Light» mit 50 000 Lichtern am Uluru schuf, stellt leuchtende Skulpturen zwischen Strandpromenade und Stadtzentrum auf.

Sitzt man schliesslich am Steuer seines Mietfahrzeugs, wird Australiens Top End zum Anfang eines unvergesslichen Roadtrips. Der erste Höhepunkt wartet gleich ausserhalb von Darwin. Keine zwei Stunden von Darwin entfernt liegt der Litchfield Nationalpark. Rauschende Wasserfälle, unberührte natürliche Badestellen, wunderschöne Wanderwege und die ‘magnetischen’ Hügel der Kompasstermiten sind nur einige Höhepunkte im Park. Im Kakadu Nationalpark stürzen sich, je nach Jahreszeit, tosende Wassermassen die 200 Meter hohen Jim Jim Falls hinab und ein Rundweg um den Ubirr Rock offenbart bemerkenswerte Aboriginal-Malereien. Die Aussicht vom Felsplateau bei Sonnenuntergang ist der krönende Abschluss des Tages.

Bootstour durch die Schluchten

Über Pine Creek, einem der ältesten Orte im Northern Territory, geht es weiter nach Katherine. Die nahegelegene Nitmiluk oder auch Katherine Gorge ist wie gemacht für Ausflüge mit dem Kajak. Auf dem Wasserweg dringen Reisende tief in das System aus 13 zusammenhängenden Schluchten vor. Verschafft ein Sprung in eines der zahlreichen Schwimmlöcher noch wohltuende Abkühlung, fühlt man sich weiter südöstlich beinahe wie in einem Jacuzzi. Die Thermalquellen von Mataranka bringen es auf 34 Grad Celsius.

Nach der Entspannung im Natur-Spa verwundert es kaum noch, dass das über weite Strecken menschenleere Outback sogar über eine skurrile Bar-Szene verfügt. In Larrimah stösst man mit den Einheimischen im Pink Panther Pub an und in Daly Waters sieht man sich mit einer sehr auffälligen Dekoration konfrontiert. Etliche weibliche Gäste haben die Räumlichkeiten der örtlichen Bar mit ihren BHs verziert.

Die nächsten Stationen sind Elliott, ein kleiner Ort mit viel Rinderzucht in der Umgebung, und Tennant Creek, wo Glücksritter ihr Handwerk in Goldschürfkursen lernen. Fast erstaunlicher als der Fund eines Schatzes ist der Anblick der Devils Marbels. Die Teufelsmurmeln sind riesige runde Granitblöcke, die – warum auch immer – einfach nicht von ihren Sockeln kullern. Ob hier tatsächlich der Leibhaftige seine Finger im Spiel hat?

Infobox

Happy Birthday, Ghan!

Auf 2979 Kilometern befördert «The Ghan» seine Passagiere von Adelaide in Südaustralien über Marla, Alice Springs und Katherine bis nach Darwin im Northern Territory. 2019 feiert der Kult-Zug einen runden Geburtstag – 90 Jahre Outback-Abenteuer auf Schienen.

Ein Eldorado für Outdoor-Sportler

Dann erreicht man Alice Springs, wo sich Sportler auf Wander- und Mountainbike-Trails austoben und dabei mit der artenreichen Flora und Fauna in Kontakt kommen. Die kann man auch aus der Vogelperspektive beobachten: Ein Flug mit dem Heissluftballon verschafft tolle Einsichten in die Szenerie, in der die «Outback Beaches» in den West MacDonnel Ranges einen überraschenden Anblick darstellen. In der kargen Wüste sind die Billabongs, kleine Wasserlöcher, eine willkommene Abwechslung.

Anschliessend steht eine Audienz beim König der australischen Schluchten an. Der imposante «Kings Canyon» im Watarrka Nationalpark beeindruckt mit 270 Meter hohen Steilwänden. Schwindelfreie begeben sich für ein grandioses Panorama auf den Rim Walk.

Vom Canyon sind es nur noch 300 Kilometer bis zum Uluru. Der majestätische Felsen ist eines der wichtigsten Heiligtümer der Aboriginals. Aus Respekt vor der Kultur der Ureinwohner sind Klettertouren auf den 350 Meter hohen Felsen nicht nur verpönt, sondern seit Kurzem auch verboten. Auf eindrucksvolle Momente muss man deswegen aber längst nicht verzichten. Touren mit der Harley, dem Mountainbike oder auf dem Rücken von Kamelen liefern genauso viel Stoff zum Staunen wie Spaziergänge mit Aboriginals oder Helikopterrundflüge.

Fortsetzung folgt

Bis hierhin wirkt die Fahrt schon wie eine komplette Reise, dabei markiert der Uluru erst die Halbzeit. Der Explorers Way führt nämlich hinaus aus dem Northern Territory, weiter durch den Bundesstaat South Australia und endet schliesslich in Adelaide. Mehr über den «Once in a Lifetime»-Roadtrip lesen Sie in der nächsten Ausgabe von REISEWELTEN.

Reisetipp

Explorer’s Way

Länge: Mehr als 3000 Kilometer

Von/bis: Darwin nach Adelaide

Befahrbar: Ganzjährig

Beste Reisezeit: April bis Oktober

Fahrzeug: Mietwagen, 4WD, Campervan oder Motorhome

Empfehlung: Für die ganze Strecke 14 bis 21 Tage Zeit einplanen

Autor: Andreas Hottenrott


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Down Under hat mich schon immer fasziniert und als ich nach der abgeschlossenen Ausbildung 2006 in der Australien-Abteilung anfangen durfte, hat mich das Reisefieber für diese Destinationen noch mehr gepackt.

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