Wilde Natur und magische Nächte

Wilde Natur und magische Nächte

Alaska ist Natur pur. Der nordwestlichste Bundesstaat der USA ist 35 mal so gross wie die Schweiz, hat aber nur rund 740 000 Einwohner. Da ist viel Platz für wilde Tiere und faszinierende Landschaften. Ob zu Wasser, zu Fuss oder aus der Vogelperspektive – Alaska ist wie geschaffen für Abenteuerreisen.

Die schönsten Orte Alaskas erleben

Als die Vereinigten Staaten 1867 dem russischen Zarenreich den nordwestlichsten Landstrich des amerikanischen Kontinents abkauften, ahnte noch niemand, welche Schätze sich hier versteckt hielten. Denn nur wenige Jahre später lockte der Goldrausch zahlreiche Pioniere in die entlegensten Regionen Alaskas. Ölfunde in den 1960er und 1970er Jahren sorgten für eine zweite Einwanderungswelle. Doch der Grossteil Alaskas besteht bis heute aus beinahe unendlicher Wildnis mit tausenden tierischen Bewohnern und Naturspektakeln, wie man sie anderswo nicht oder nur sehr  selten erlebt.

Wenn die Nacht über den Denali Nationalpark hereinbricht und kaum noch Licht von den Sternen auf die Gipfel der Alaskakette fällt, kann es passieren, dass urplötzlich ein smaragdgrüner Schimmer am Firmament erscheint. Wie sanfter Schleier umweht die Aurora borealis – besser bekannt als Nordlicht – Gletscher, Berge und Täler. Kein künstliches Licht weit und breit stört die Sicht auf dieses einzigartige Wunder der Natur. Ein schlichtweg atemberaubendes Erlebnis, welches man vor allem im Winter geniessen kann. Die Gebirgsregionen Alaskas sind schon tagsüber überaus beeindruckend, nachts aber sind sie einfach magisch.

Mitten in dieser Natur leben seltene Tiere, die man mit etwas Glück auf einer Wanderung durch die Natur entdecken kann. Amerikanische Elche, sogenannte Moose, streifen durch die Wälder des Denali und des Wrangell-St.-Elias-Nationalparks. Wölfe und Karibus lugen hier und da aus den Gräsern im Tal hervor. Und wer das ganz grosse Los erwischt, entdeckt vielleicht sogar einen Bären, der vor der Traumkulisse schneebedeckter Berge umherwandert.

Die schiere Grösse Alaskas sorgt für ein vielseitiges Landschaftsbild. Entlang des Dalton Highways Richtung Norden durchquert man zunächst die Bergregion der Brooks Range, später die kargen Grasfelder der arktischen Tundra und überschreitet schliesslich den Polarkreis. Ausser der befestigten Strasse deutet hier oben nichts auf menschliches Leben hin – es ist Land wie geschaffen für Abenteurer. Ganz im Norden geht im Sommer die Sonne für mehrere Wochen gar nicht unter und im Winter entsprechend lange nicht auf. Doch die kalte Jahreszeit in Alaska eignet sich dafür umso besser für wahrlich aussergewöhnliche Erlebnisse, ob beim Heliskiing in den Tordrillo und Chugach Mountains, beim Hundeschlittenfahren oder eben in magischen Polarlichtnächten.

Der Süden Alaskas ist von hohen Gebirgen im Inland geprägt, doch an der Küste ragen gigantische Gezeitengletscher über die Buchten des Glacier Bay, der Kenai Fjords oder von Prince Wiliam Sund heraus. Bei einem Tagesausflug mit dem Boot kann man vom Pazifik aus beobachten, wie die Gletscher riesige Eismassen ins Meer kalben, die mit donnerndem Getöse ins Wasser stürzen und für einen Moment für ordentlich Seegang auf dem Boot sorgen. Beinahe beiläufig hat man auf diesen Trips die Möglichkeit, die Meeresbewohner Alaskas zu bestaunen. Während Seehunde eher vereinzelt auf aus dem Wasser hinausragenden Felsen liegen und neugierig auf vorbeiziehende Besucher schauen, liegen Seelöwen im warmen Sommer in grossen Herden sonnenbadend an entlegenen Küstenstränden.

Die mächtigsten Meeresbewohner im Pazifik vor Alaska sind jedoch Wale. Buckelwale, Belugas, Orcas und Grauwale sind hier heimisch. Doch jeden Sommer erhöhen sich ihre Populationen, wenn Wale in grossen Zahlen aus den südlichen Gefilden der USA auf der Suche nach Futter Richtung Norden schwimmen. Dabei kann man sie teilweise sogar von Land aus beobachten. Noch näher dran ist man auf einer Whalewatching-Tour. Bei diesen gilt es jedoch, den Schutz der Tiere zu wahren und sie in ihrer natürlichen Umgebung nicht zu stören. Dann aber ist das Erlebnis einer Wahlbeobachtung unvergesslich.

Ebenfalls unvergesslich ist Alaska aus der Vogelperspektive. Ob mit dem Wasserflugzeug in den Küstenregionen, mit den Buschflieger inmitten der Tundra oder einer mit Kufen ausgestatteten Maschine für Landungen auf dem Eis – erst wenn man Alaska von oben sieht, wird das unglaubliche Ausmass dieses Naturparadieses deutlich. So ein Rundflug ist das absolute Highlight auf einer Entdeckerreise in eine Region, die neben Gold und Öl eben auch wahre Naturschätze hervorbringt.

Autor: Lukas Scheid


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Als ich während meiner Lehrzeit die Gelegenheit hatte, diverse Destinationsworkshops zu besuchen, waren die Würfel relativ schnell zugunsten von Nordamerika gefallen. Bereits damals faszinierten mich die unendlichen Weiten, die unterschiedlichen Kulturen, die landschaftliche Vielfalt sowie die beeindruckende Tierwelt dieses Kontinents.

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