Botswana: Afrikas schönstes Geheimnis

Botswana: Afrikas schönstes Geheimnis

Ferien in Botswana sind teuer, sehr teuer. 1000 Euro pro Person und Nacht sind keine Seltenheit. Goldene Wasserhähne kann man dafür nicht erwarten – Luxus in Botswana bedeutet Rundum-Betreuung durch hochqualifizierte Ranger und Lodge-Mitarbeiter, Unterbringung in kleinen Camps mit Luxuszelten und Tiererlebnisse, wie sie nur wenige Länder der Erde bieten.

2017 ist Botswana offizielles Partnerland der Tourismusmesse ITB in Berlin. „Botswana ist Afrikas bestgehütetes Geheimnis“, heisst es bei der ITB. Tatsächlich bietet das Land eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt und setzt zudem auf aktiven Naturschutz: Fast 40 Prozent der Landesfläche sind als Nationalpark, Wildreservat oder Schutzgebiet ausgewiesen. Dreh- und Angelpunkt des Tourismus in Botswana ist das Okavango-Delta, jenes Binnendelta, das jedes Jahr im Sommer überflutet wird und einen faszinierenden Artenreichtum bietet. Dieses grösste Binnendelta der Welt ist auch heute noch ein kaum berührtes Paradies für Tiere und Pflanzen, das Naturliebhaber magisch anzieht.

Das macht sich eine handverlesene Gruppe von ökologisch und nachhaltig handelnden Tourismusunternehmen zunutze wie Wilderness Safaris oder Andbeyond. Sie besitzen oder betreiben einen Grossteil der Lodges und setzen auf sehr ähnliche Konzepte. Die noblen, im afrikanischen Stil gestalteten Lodges mitten in der Wildnis bieten Platz für maximal ein bis zwei Dutzend Gäste und bewegen sich auf Vier- oder Fünfsterne-Niveau. Immer früh am Morgen und am Nachmittag geht es auf Safari, stets in kleinen Gruppen und begleitet von einem fachkundigen Ranger, der Tier- und Pflanzenwelt wie seine Westentasche kennt. 

Botswana gilt als sicherstes und stabilstes Land Afrikas

Eine Besonderheit im Okavango-Delta sind die Kanalfahrten mit Mokoros, den traditionellen Einbaum-Booten, die mit Stangen durch die flachen Flussbette gestakt werden. Nur begleitet vom Plätschern des Wassers gleiten sie durchs Schilf und durch Teppiche aus Wasserlilien. Sie passieren kleine Inseln mit Makalani-Palmen und Termitenhügeln und folgen den „Hippo-Highways“, jenen Wasserrinnen im Schilf, die von den Nilpferden gepflügt werden, wenn sie nachts zum Grasen an Land gehen.

Auch Zu-Fuss-Safaris werden angeboten, etwa im Pelo Camp von Wilderness Safaris. Mit Guide und Gewehr geht es im Gänsemarsch direkt in die Wildnis. Das Gewehr kommt allerdings nur im äussersten Notfall zum Einsatz, etwa wenn ein Löwe angreift. Der Gebrauch von Schusswaffen ist in Botswana nämlich verpönt und die Jagd wurde 2015 sogar komplett verboten. Die Regierung des Binnenlandes mit den Nachbarn Südafrika, Namibia, Zimbabwe und Zambia setzt auf Nachhaltigkeit und Naturschutz – nicht zuletzt, weil man den Tourismus neben der Diamantenproduktion als wichtige Einnahmequelle erkannt hat.

Mit diesen devisenbringenden Wirtschaftszweigen hat sich das Land zum ökonomischen Musterknaben Afrikas entwickelt. Im Tourismus wünscht man sich hochpreisige Exklusivreisen, die gutes Geld bringen und die Natur wenig beeinträchtigen. Ein Pluspunkt für die Feriengäste: Botswana ist einer der sichersten und politisch stabilsten Staaten Afrikas. Ein Umstand, der gerne darauf zurückgeführt wird, dass die Tswanas, die grösste Bevölkerungsgruppe des Landes, eine demokratische Tradition pflegen: Gibt es Konflikte, trifft man sich auf dem dörflichen Versammlungsplatz und sucht in einer Debatte nach Lösungen. 

Naturschutz wird gross geschrieben

In Botswana engagieren sich verschiedene Partner im Naturschutz. Für den Erhalt der Nashörner, die im Delta fast ausgestorben waren, setzt sich das Lodge- und Safariunternehmen Andbeyond ein. Unter dem Dach des Projekts „Rhinos without Borders“ gelang Andbeyond die Umsiedlung von Nashörnern aus Südafrika nach Botswana. Eine Win-Win-Geschichte: Die in Südafrika durch Wilderei bedrohten Nashörner wurden ausser Landes gebracht und in Botswana laufen mittlerweile wieder rund 100 der urzeitlichen grauen Kolosse durchs Delta.

Das Unternehmen Wilderness Safaris ist für ein besonderes Elefanten-Programm bekannt. Im noblen Abu Camp, das maximal 12 Gäste in sechs Chalets aufnimmt, wird eine halbwilde Elefantenherde betreut. „Es sind Waisen oder in der Herde geborene Tiere, die in der freien Natur nicht zurechtkommen würden“, erzählt Elefanten-Hüter Wellington Jana. Sein Sorgenkind ist derzeit das Elefantenmädchen Naledi, das seine Mutter verloren hat und nun mit der Flasche aufgezogen wird.

Weitere Informationen:

Anreise: Wer das Okavango-Delta besuchen möchte, fliegt in der Regel über Johannesburg nach Maun. Von dort geht es in Kleinflugzeugen ins Delta. Ein Botswana-Besuch wird häufig mit einem Abstecher zu den Victoriafällen verbunden. Anreise dann nach Victoria Falls (Zimbabwe) oder Livingstone (Zambia).
Reisezeit: Botswana ist ein Ganzjahresziel. Regenzeit ist von November bis März. Die Tagestemperaturen erreichen im Sommer (europäischer Winter) bis zu 40 Grad Celsius, im Winter (Juni bis September) bis zu 30 Grad Celsius. Beliebt und deshalb auch teurer sind im Okavango-Delta die Monate Juli bis Oktober, wenn das Wasser hoch steht.
Gesundheit und Sicherheit: Botswana ist ein politisch stabiles Land, das unter Beachtung der üblichen Sicherheitsmassnahmen gefahrlos bereist werden kann. Es gibt keine Impfvorschriften, jedoch wird je nach Reisezeit und Reiseroute eine Malariaprophylaxe empfohlen.


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